Zungenspiele
Techniken
Die Zunge ist beim Oralverkehr vermutlich eines der vielseitigsten „Werkzeuge“ überhaupt. Sie kann sanft und geschmeidig sein, aber auch gezielt eingesetzt werden, um empfindliche Stellen mit kleinen Bewegungen, kreisenden Berührungen oder wechselnden Richtungen zu reizen. Gerade diese Abwechslung macht viele Berührungen besonders intensiv.
Auch der Druck spielt eine große Rolle. Manche mögen sanfte Berührungen mit Lippen und Zunge, andere bevorzugen etwas mehr Intensität. Ein Wechsel zwischen zartem Verwöhnen und kräftigeren Bewegungen kann die Erregung zusätzlich steigern und sorgt dafür, dass es spannend bleibt.
Ebenso intensiv kann leichtes Saugen sein. Ob an Eichel, Penisschaft, Klitoris oder Vulva – ein sanftes Saugen setzt oft ganz andere Reize als reine Zungenbewegungen und kann das Lustgefühl deutlich verstärken.
Stellungen für Genießer
Die entspannte Position gehört vermutlich zu den beliebtesten Varianten beim Oralverkehr. Dabei liegt eine Person bequem auf dem Rücken, während der Partner oder die Partnerin zwischen den Beinen Platz nimmt. Besonders intensiv kann es für Frauen werden, wenn ein Bein leicht angehoben oder auf die Schulter gelegt wird und das Becken etwas gedreht wird. Dadurch entsteht nicht nur eine bessere Zugänglichkeit, sondern auch die Möglichkeit, zusätzlich Hände und Finger einzusetzen. So lassen sich neben Klitoris oder Penis auch Bereiche wie Damm, Prostata, Vagina oder der G-Punkt stimulieren.
Die Stellung funktioniert übrigens nicht nur im Liegen. Auch im Sitzen – beispielsweise auf einem Sofa oder einem Stuhl – kann sie besonders intensiv und gleichzeitig sehr intim wirken.
Ebenso beliebt ist die kniende Position. Während eine Person sitzt oder steht, kniet der Partner oder die Partnerin davor und übernimmt die orale Verwöhnung. Viele empfinden dabei den Blickkontakt und die freie Sicht als besonders erregend. Wird die Frau verwöhnt, kann sie zusätzlich ein Bein auf das Bett, das Sofa oder die Schulter des Partners legen, um die Position angenehmer und intensiver zu gestalten. Damit es dabei länger bequem bleibt, lohnt sich ein Kissen oder eine weiche Unterlage unter den Knien.
Stellungen für beide gleichzeitig
Die wohl bekannteste Stellung für gegenseitigen Oralverkehr ist die 69er-Position. Dabei liegt eine Person auf dem Rücken, während die andere sich in entgegengesetzter Richtung darüber positioniert. So könnt ihr euch gleichzeitig oral verwöhnen und euch gegenseitig beobachten. Konzentriert euch dabei nicht nur auf Penis oder Vulva – auch andere erogene Zonen können in dieser Stellung wunderbar mit einbezogen werden.
Eine etwas aktivere Variante davon ist das sogenannte „Schaukelpferd“. Statt möglichst still zu bleiben, bewegt ihr eure Körper leicht vor und zurück. Dadurch entsteht ein intensiveres Zusammenspiel aus Lippen, Zunge und Bewegung, das viele als besonders erregend empfinden.
Deutlich akrobatischer wird es beim „Seestern“. Während eine Person sitzt und sich beispielsweise am Kopfteil des Bettes, an einer Wand oder auf dem Sofa anlehnt, bringt sich der Partner oder die Partnerin in eine kopfstandähnliche Position. An den Hüften gehalten, entsteht dabei ein ungewöhnlicher Winkel, der Oralverkehr auf eine ganz neue Art intensiv machen kann. Diese Stellung erfordert allerdings etwas Körperspannung, Vertrauen und eine gute Portion Humor.
Stellungen für Fortgeschrittene
Die „Kerze“ ist ursprünglich eine bekannte Yoga-Position, kann aber auch beim Oralverkehr für besonders intensive Momente sorgen. Dabei werden die Beine angehoben und leicht hinter den Kopf geführt, wodurch eine sehr offene und intensive Position entsteht. Der Partner oder die Partnerin hat dadurch nicht nur freie Sicht, sondern auch eine besonders gute Zugänglichkeit, um Penis, Vulva oder andere empfindliche Bereiche oral zu verwöhnen.
Durch den ungewöhnlichen Winkel empfinden viele die Berührungen intensiver als in klassischen Positionen. Gleichzeitig eignet sich die Stellung – je nach Vorlieben – auch für Anilingus. Allerdings erfordert die „Kerze“ etwas Beweglichkeit und sollte nur so weit ausgeführt werden, wie es sich angenehm anfühlt. Schließlich geht es nicht um olympische Höchstleistungen, sondern darum, gemeinsam Lust und Spaß zu erleben.
