Oralverkehr

Oralverkehr gehört für viele Menschen ganz selbstverständlich zur Sexualität dazu. Gemeint sind dabei sexuelle Handlungen, bei denen die Geschlechtsteile mit dem Mund stimuliert werden. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen zwei Formen:

Cunnilingus beschreibt die orale Stimulation der Vulva und wird umgangssprachlich häufig auch als Lecken oder Lickjob bezeichnet.
Fellatio meint die orale Stimulation des Penis – besser bekannt als Blowjob oder Blasen.

Für viele Paare ist Oralverkehr nicht nur Teil des Vorspiels, sondern auch eine besonders intime Form von Nähe und Lust. Während manche ihn nutzen, um Erregung langsam aufzubauen, empfinden andere ihn als eine der intensivsten Möglichkeiten, den Partner oder die Partnerin zum Höhepunkt zu bringen. Besonders Cunnilingus gilt für viele Frauen als sehr lustvolle und intensive Form der Stimulation.

Laut einer kanadischen Studie praktizieren Frauen heute häufiger und selbstbewusster Oralsex am Mann. Dabei gaben 30 % der befragten Frauen an, das dabei entstehende Machtgefühl besonders zu mögen. 41 % empfinden Oralverkehr als genauso intim wie Geschlechtsverkehr, 9 % sogar als noch intimer. Für andere wiederum ist es eher eine Ergänzung oder eine Form des Vorspiels.

Auch der Amorelie-Report „So lieben wir“ azeigt, welchen Stellenwert Oralverkehr inzwischen für viele Menschen hat: 41 % der Frauen und 64 % der Männer gaben an, Oralverkehr besonders zu mögen oder regelmäßig in ihr Liebesleben einzubauen.

Gleichzeitig empfindet jedoch nicht jeder Oralverkehr gleich. Während er für manche fest zur Sexualität dazugehört, ist er für andere eher gelegentliche Abwechslung oder schlicht nicht ihr Ding. Genau deshalb spielen Offenheit, Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen auch hier eine besonders wichtige Rolle.